Erster Heimpunkt und ein bewegender Abschied

Frauen-Westfalenliga

FC Donop-Voßheide – SV Bökendorf 2:2 (1:2)

Erster Heimpunkt und ein bewegender Abschied

Das angestrebte Ziel für dieses wichtige Kellerduell erreichten die DonVoss-Frauen nur teilweise: drei Punkte hatten es sein sollen– einer sprang am Ende heraus. Das rettende Ufer ist noch nicht erreicht – aber bis auf einen Punkt in Sichtweite!

Beide Teams hatten alles getan, um in der bestmöglichen Besetzung aufzulaufen. Auf Seiten des FC meldete sich Tina Rother wieder einsatzfähig und Charlotte Meier war eigens aus Erfurt angereist, um ihre alten Weggefährtinnen zu unterstützen – und das gelang ihr schon 30 Sekunden nach Anpfiff der Partie, als sie einen Flankenlauf zur 1:0-Führung abschließen konnte. Doch währte die Freude nur kurz, denn schon fünf Minuten später hatte Bökendorf das Spiel bereits wieder gedreht: gleich zweimal war die FC-Deckung bei einem Pass in die Schnittstelle unaufmerksam und so stand es schon nach sechs Minuten 1:2.

Für den FC war dies ein ziemlicher Dämpfer und allzu viel sollte in der ersten Halbzeit dann auch nicht mehr gelingen, auch wenn die Abwehrreihe in der Folge sicherer stand und insbesondere Torfrau Annika Schlosser mehrfach ihr Können unter Beweis stellen musste.

In der zweiten Hälfte kam Kapitänin Jasmin Butz aufs Feld, was der Mannschaft auch gut tat, da es ihr gelang, mit klaren Ansagen ihr Team immer wieder zu puschen. Das Spiel wurde nun ausgeglichener. Der FC hatte Glück bei einem Pfostenschuss der Gäste und schließlich auch selber Erfolg, als Nele Busch in der 63. Minute den erlösenden Ausgleich erzielen konnte, bei dem es bis zum Schluss auch blieb. Donop-Voßheide wurde immer dann gefährlich, wenn die Mannschaft selbst den Gegner durch aggressives pressing unter Druck setzte,sich dadurch Bälle eroberte und Angriffe starten konnte, bevor der Gegner seine Ordnung gefunden hatte. Sicherlich auch ein Fingerzeig für die künftigen Spiele.

Nicht nur der erste Heimpunkt war an diesem Sonntag zu feiern. Einen noch emotionaleren Moment gab es in der 61. Minute als Jana Wiemann-Großpietsch unter dem tosenden Beifall der Zuschauer und dem Rest der Mannschaft das Feld verließ. Denn dies war das Spiel, mit dem sie ihre Fußballkarriere beendete. 14 Jahre hatte sie das Trikot des FC getragen, als unermüdlicher und mit enormen Spielverständnis ausgestatteter Mittelfeldmotor und als langjährige Mannschaftsführerin. Nun – mit 39 – hängt die zweifache Mutter ihre Fußballschuhe an den berühmten Nagel. Die Mannschaft bedankte sich mit einem Trikot mit ihrer Nr. 10 und Co-Fußballobmann Heino Grollich, der sie schon seit Beginn ihrer FC-Zeit kennt, überreichte noch eine CD mit zahllosen Fotos aus ihrer Zeit beim FC.

„So etwas gibt es ja nicht mehr so oft, dass sich jemand über einen so langen Zeitraum mit einem Verein identifiziert sich durch gute und schlechte Zeiten in den Dienst einer Mannschaft stellt. Davor kann man nur den Hut ziehen!“

Nun geht es also in die Winterpause. So richtig lang ist diese allerdings nicht: nach zwei Testspielen am 31.01 und am 06.02. geht es in einem weiteren Nachholspiel am 13.02. zum Tabellenzweiten FSV Gütersloh.

DonVoß-Abwehrbollwerk ein Mal entscheidend überwunden

Frauen-Westfalenliga

FC Donop-Voßheide – SV Kutenhausen-Todtenhausen 0:1 (0:0)

DonVoß-Abwehrbollwerk ein Mal entscheidend überwunden

Der FC Donop-Voßheide war wild entschlossen, endlich auch mal zuhause etwas Zählbares am Platz zu behalten. Die Mannschaft spielte dementsprechend bissig und ließ dem Gegner kaum Abschlüsse. So zumindest in der 1. Halbzeit, die folgerichtig torlos blieb, da auch die FC-Offensive nur selten für Gefahr sorgen konnte.

Im zweiten Durchgang erlangten die Gäste aus Minden jedoch ein deutliches Übergewicht und das Geschehen spielte sich überwiegend in der FC-Hälfte ab, zumal Kutenhausen beim Spielaufbau des FC sofort mit aggressivem Pressing zu Werke ging, sodass die Lipperinnen nur selten mal in die gegnerische Hälfte kamen. Die Defensive, die schon ab der 33. Minute nach einer Verletzung ohne Kapitänin Jasmin Butz auskommen musste, hatte somit alle Hände voll zu tun und warf sich aufopferungsvoll in jeden Ball. Die Hoffnung, wenigstens ein 0:0 zu halten, währte nur bis zur 73. Minute, als Kutenhausen das entscheidende Tor gelang.

„Dass hinten mal ein Ball durchflutschen kann, wenn man unter Druck steht, ist normal. Wir kassieren insgesamt ja auch gar nicht so viele Gegentore. Unser Problem ist, dass wir das nach vorne nicht kompensieren können, wo wir einfach – nicht zuletzt auch durch die Verletzungen einiger Offensivkräfte – zu wenig Durchschlagskraft haben, was man schon daran erkennen kann, dass wir in 12 Spielen erst 11 Tore erzielt haben. Generell ziehen sich die Ausfälle schon durch die gesamte Saison und wir sind halt in der Breite nicht so gleichmäßig besetzt wie andere Vereine.

Es besteht jedoch – auch nach Auffassung des Trainers – kein Anlass, den Kopf in den Sand zu stecken. Irgendwann muss das ja auch mal wieder besser werden,“ so die Einordnung von Co-Obmann Heino Grollich.

Am kommenden Wochenende gastieren die FC-Frauen beim Tabellenzweiten FSV Gütersloh II. Da dürften die Trauben allerdings auch entsprechend hoch hängen.

DonVoß-Notelf holt auswärts einen Punkt

Frauen Westfalenliga

BSV Ostbevern – FC Donop-Voßheide I 1:1 (1:0)

DonVoß-Notelf holt auswärts einen Punkt

Das hatte sich FC-Coach Roland Szymkowiak sicherlich anders vorgestellt: mit nur 12 Aktiven musste er zum BSV Ostbevern fahren – neben seinen drei Langzeitverletzten standen gleich sechs weitere seiner Spielerinnen wegen Verletzung, Krankheit und Urlaub nicht zur Verfügung, darunter mit Anika Schlosser auch die Torhüterin. So mussten aus der 2. Mannschaft auch Laura Brand, Jaqueline Schmid und Torfrau Lucie Buller, die noch nie in der 1. Mannschaft gespielt hatte, die Reise ins Münsterland mit antreten. Auf der Ersatzbank saß mit Amelie Böttcher eine Spielerin, die wegen eines Auslandspraktikums die letzten vier Monate gar nicht gespielt hatte. Unter diesen Umständen muss man das 1:1 und den damit verbundenen Punktgewinn sicherlich als bemerkenswert bezeichnen!

Die DonVoß-Ladies wollten aus einer sicheren Abwehr heraus operieren und hatten vorne lediglich Selin Aylin Kartin als Sturmspitze aufgeboten, die aus dem Mittelfeld heraus unterstützt werden sollte. Viele Chancen eröffneten sich vorne dabei in der ersten Hälfte nicht, die Abwehr stand jedoch hinten gut – bis auf einen Angriff unmittelbar vor der Pause, als gleich zwei FC-Abwehrspielerinnen an einer flachen Hereingabe von außen vorbei segelten und Ostbeverns Annika Bröcker zum 1:0 einschieben konnte.

Nach der Pause dauerte es nur drei Minuten, bis der FC einen Freistoß zugesprochen bekam, den FC-Urgestein Jana Wiemann-Großpietsch aus gut 20 Metern unter die Latte versenkte. Dies schien die gesamte Mannschaft zu beflügeln, denn sie spielte fortan mutiger nach vorne und hatte u.a.zwei Riesenchancen durch Marina Heidebrecht, die das Tor jeweils nur um Zentimeter verfehlte. In der Abwehr wuchs Ersatztorfrau Lucie Buller förmlich über sich hinaus und machte wohl das Spiel ihres Lebens, indem sie reihenweise die gefährlichsten Bälle abwehrte und sich den Beifall der Mitspielerinnen und der Trainerbank redlich verdiente.Ein weiteres Sonderlob gebührt sicherlich Jana Wiemann-Großpietsch ,die nicht nur unermüdlich ackerte und ein Tor erzielte, sondern auch noch durch diverse blitzgescheite Pässe zu überzeugen wusste.

Alles in allem ein kämpferisch und z.T. sogar spielerisch überzeugende Mannschaftsleistung, mit der die Mannschaft sogar die Abstiegsränge verlassen konnte.

PS. Auch den neunten Punkt erzielten die FC-Frauen auswärts. Ob man ganz auf das Heimrecht verzichten sollte??!

Welch ein schöner 1. Advent.

FC-Frauen in Brake

Zum letzten Mal in diesem Jahr haben unsere beiden überkreislichen Frauenteams ein gemeinsames Heimspiel, denn die 2. Frauen werden sich anschließend schon in die Winterpause verabschieden, während die Westfalenligaelf noch bis zum 12.12. spielt.

Beide Mannschaften haben Gegner aus der oberen Tabellenhälfte zu Gast.

So, 14.11.

13.00 Uhr

Frauen-Bezirksliga

FC Frauen II (9) –  SV Kollerbeck (4)

15.00 Uhr

Frauen-Westfalenliga

FC Frauen I (13)  –  DJK Arminia Ibbenbüren (7)

Gegen durchsetzungsstärkeren Gegner verloren

SJC Hövelriege – FC Donop-Voßheide II 4:1 (2:0)

Gegen durchsetzungsstärkeren Gegner verloren

Die Bezirksligasaison erweist sich für die junge 2. Mannschaft des FC Donop-Voßheide immer mehr zum Lernfeld. Auch der SJC Höverlriege – in der Tabelle nur einen Platz höher platziert – zeigte die Schwächen des FC-Teams deutlich auf:

zunächst mal resultierten allein drei der vier Gegentore aus Eckbällen, die nicht energisch verteidigt werden konnten. Dann hatte der Gegner im Spielaufbau deutlich mehr Bewegung und damit Anspielstationen, während der FC hier zu statisch wirkte und zu viele Abspielfehler produzierte und zu guter Letzt waren die Spielerinnen aus Hövelriege meist auch gedankenschneller und energischer am Ball,

Die FC-Frauen zeigten einige durchdachte Vorstöße, die sie dann aber nicht zu Ende spielten und wurden hauptsächlich dann gefährlich, wenn Nele Grauert oder Janina Thermann starke Einzelleistungen mit Zug zum Tor entwicklelten. So entstand auch das Tor für die Lipperinnen, als Nele Grauert sich mit ihrer Schnelligkeit außen durchsetzen konnte, in den Strafraum eindrang und dort von den Beinen geholt wurde. Janina Thermann verwandelte den fälligen Elfmeter sicher.

„Die meisten Gegner in der Bezirksliga haben unserer jungen Elf gegenüber einfach Vorteile an Erfahrung, Zusammenspiel und körperlichen Durchsetzungsvermögen und sind in der Regel auch homogener besetzt. Da können wir nur kontinuierlich dazu lernen,“ so die Bilanz von Co-Obmann Heino Grollich. „Die Zeit dazu müssen wir der Mannschaft einfach geben und wenn tatsächlich nur zwei Mannschaften absteigen, haben wir sogar die Chance, die Liga zu halten und die Mannschaft in der Bezirksliga weiter zu entwicklen“