In der zweiten Halbzeit den Deckel drauf gemacht

Frühe Tore können ja manchmal vorzeitig Weichen stellen. Oder auch nicht, wie FC Coach Mario Gottschalk im Auswärtsspiel beim TuS Langenheide beobachten konnte. Denn erst eine deutliche Leistungssteigerung in Hälfte 2 stellte einen letztlich völlig verdienten 4:1 Sieg des FC Donop-Voßheide  sicher.

Es war noch nicht eine Minute vergangen, als FC-Goalgetterin Nele Busch allein vor dem gegnerischen Tor  auftauchte, die Nerven behielt und den Ball an TuS-Torhüterin Josephine Lein vorbei ins Netz legte. Der Schock für die Heimelf währte aber nur kurz, denn schon bald begannen sie selber flüssig zu kombinieren und profitierten von den großen Lücken, die sich im Mittelfeld der lippischen Gäste auftaten. Der Ausgleichstreffer in der 17. Minute fiel allerdings nach einer Standardsituation, als Langenheides Nr. 13, Claudia Bosse, nach einem Freistoß mit dem Kopf zur Stelle war. Der FC Coach zeigte sich in der Pause darüber verständlicherweise verärgert – hatte er doch gerade vor diesen Situationen im Vorfeld gewarnt.

Im zweiten Durchgang zeigten seine Schützlinge dann auch ein anderes Gesicht. Laufbereitschaft, Tempo und Zweikampfverhalten stimmten plötzlich, was schon vier Minuten nach Wiederanpfiff mit dem erneuten Führungstreffer belohnt wurde: einen fulminanten Schuss von Nele Busch konnte die TuS-Torfrau zwar noch abwehren, aber nicht den strammen zweiten Ball von Milena Szymkowiak zum 2:1. Danach spielte eigentlich nur noch der FC, während Langenheide lediglich noch zwei Schüsse auf das Gästetor brachte. Einen davon musste FC-Torfrau Laura Fuhlhage entschärfen, die  ansonsten weitgehend beschäftigungslos blieb  und  mehr Mühe damit hatte, sich bei dem kalten Wind auf dem Platz warmzuhalten.

Das 3:1 fiel in der 79. Minute und so, wie es sich der Trainer idealtypisch vorgestellt hatte: Nele Busch hatte sich bis zur Grundlinie durchgedribbelt und vorbildlich auf die eingewechselte Tina Rother zurückgelegt, die aus elf Metern die Lücke zwischen den gegnerischen Abwehrspielerinnen fand. Das Endergebnis zum 4:1 besorgte dann Anna-Lena Meier– mit einem sehenswerten Schuss aus 14 Metern – und das noch mit ihrem schwächeren linken Fuß!

Mal wieder hatten die DonVoss-Ladies in der zweiten Halbzeit zugeschlagen.