„So etwas haben wir bisher noch nie erlebt!“  FC Co-Obmann Heino Grollich schaut mit Entsetzen auf die Liste der ausgefallenen Ligaspiele, an denen der FC Donop-Voßheide in der Westfalenliga beteiligt ist. „Es haben sich mittlerweile schon sechs Spiele angesammelt: zwei Mal waren die Plätze nicht bespielbar, zwei Mal sagte der Gegner wegen Coronafällen ab, zwei Mal wir selber, so auch am letzten Sonntag, wo die Mannschaft hätte in Mecklenbeck antreten sollen.“

Dies wird ab kommenden Sonntag nicht mehr möglich sein. Wegen Corona dürfen dann keine Spiele mehr abgesagt werden. Wenn aus diesem Grund dann trotzdem noch viele Spielerinnen ausfallen und eine Mannschaft nicht antreten kann, wird dies in Zukunft als Nichtantritt gewertet zu Lasten der betroffenen Mannschaft. Der FC hofft, dass dieser Fall nicht eintritt.  Bereits am Mittwoch steht das erste Nachholspiel in Gütersloh an. Viele Spiele ins Münsterland oder ins Ruhrgebiet – mit zwei Stunden Anfahrt – lassen sich aber unter der Woche nicht nachholen. Wie das alles bewerkstelligt werden kann, ist noch völlig unklar. Eine Mammutaufgabe auch für die Staffelleiterin Sigrid Niesing. „Wahrscheinlich müssen wir sämtliche Feiertage mit Spielen vollknallen und hoffen, dass das Gros der Mannschaft gesund bleibt.“

Am kommenden Sonntag sollen zum ersten Mal in diesem Jahr wieder Heimspiele auf den FC-Rasenplätzen stattfinden können, wahrscheinlich in Voßheide.

Um 13.00 Uhr spielt die FC-Bezirksligaelf gegen die SG Hövelriege/Stukenbrock, die 1. Frauen spielen um 15.00 Uhr gegen den Herforder SV.

 

Frauen-Bezirksliga

TuS Lipperode  – Donop-Voßheide II  1:1

Im zweiten Auswärtsspiel in der Rückrunde gingen die FC Damen personell arg gebeutelt. An die zehn Spielerinnen fehlten Corona bedingt. Selbst eine Stunde vor Abfahrt kam noch eine Corona bedingte Absage rein.

So kam es, dass Betreuerin Alisa Goldmann, die eigentlich nach ihrem zweiten Kreuzbandriss ihre Fußballschuhe an den Nagel gehangen hat, diese doch wieder geschnürt hat und dann auch direkt in der Startelf stand. Wenn es sowas wie einen Fußballgott gibt oder jemand an Fußballmärchen glaubt, sollte in der 47min auf seine Kosten kommen. Denn Alisa Goldmann erzielte nach einem schönen Steckpass von Kapitänin und Spielmacherin Nele Grauert das Tor zum 1-1 Entstand. Nachdem sie allen enteilt war, blieb Alisa Goldmann vor dem Kasten cool und schob den Ball locker durch die Beine der gegnerischen Torfrau ins Tor.

Für beide Mannschaften war es im Abstiegskampf ein „6 Punkte Spiel“. Aber mit dem 1:1 trennten sich die Mannschaften leistungsgerecht. Beide Teams versuchten über die gleiche Spielanlage zum Erfolg zu kommen. Nach Ballverlust wurde versucht, schnell in die Spitze zu kommen. So warteten beide Mannschaften auf Fehler und pressten sich gegenseitig sehr früh, sodass es kaum Mittelfeldgeplänkel gab und sich das Spiel eher vor den jeweiligen Strafräumen abspielte. Torchancen für einen Sieg gab es somit auf beiden Seiten zu genüge, aber in Summe hielt sich das ausgeglichen in Waage.

FC Trainer Dennis Brand war zufrieden mit der Leistung seiner Elf und lobte nach dem Spiel die Einstellung.

„Jede Spielerin hat heute 100% gegeben und vielleicht geht man hier sogar als glücklicher Sieger raus. Solche Spiele haben wir früher ganz gerne kurz vor Ende noch aus der Hand gegeben, aber der Glaube und das Selbstbewusstsein in der Mannschaft ist da, Rückstände zu drehen und nicht aufzugeben.“